Bereits heute unterstützen in modernen Fahrzeugen verschiedene Assistenzsysteme den Fahrer bei seiner „Arbeit“. Abstandhalter, Spurhalteassistenten, Verkehrszeichenerkennung und andere Helfer sollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung des Autos arbeiten die Autohersteller zusammen mit anderen Firmen daran, den Fahrer beschäftigungslos zu machen. Autonomes Fahren soll in Zukunft zunehmend zum Einsatz kommen.

Doch dieses Ansinnen wirft eine Reihe von Fragen und Problemen auf, die nicht nur technischer Natur sind. Nach welchen Kriterien entscheidet das Fahrzeug beispielsweise bei einem drohenden Unfall, ob es gegen ein stehendes Hindernis fährt oder ausweicht und in Kauf nimmt, dass unbeteiligte Menschen zu Schaden kommen?

Außerdem stellt sich die Frage, inwieweit die Menschen bereit sind, sich das Steuer aus der Hand nehmen zu lassen. Sind die aus Science Fiction Filmen bekannten Szenarien denkbar, bei denen sich die Fahrzeuge wie auf Schienen über die Straßen bewegen und man als Insasse keinerlei Einfluss mehr auf das Geschehen hat? Oder bleiben das Phantasien und jeder Fahrer ist weiterhin dafür verantwortlich, sein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr zu bewegen?

In Europa und den USA wird Autonomes Fahren in sechs Stufen (Level) klassifiziert, die sich jeweils durch weitere hinzukommende Autonomiefunktionen voneinander abgrenzen. Auf dem untersten Level 0 gibt es keinerlei Unterstützung, der Fahrer ist in guter alter Manier für alles alleine verantwortlich. In Level 5 dagegen bewegt sich das Fahrzeug nach Eingabe des Ziels vollkommen autonom dorthin, ohne dass ein weiteres menschliches Zutun erforderlich ist.

In Deutschland arbeiten Hersteller und Gesetzgeber daran, bis 2020 Fahrzeuge des Level 3 zuzulassen. Bei dieser Stufe können die Fahrzeuge ohne Zutun des Fahrers fahren, dieser muss das Geschehen nicht permanent überwachen. Er kann jedoch jederzeit eingreifen und außerdem mit einer festgelegten Vorwarnzeit vom System aufgefordert werden, die Kontrolle zu übernehmen.

 

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